Kinderschutz-Akademie in Niedersachsen
Kongress

 

Mai 2017: Kinderschutzkongress zu aktuellen Entwicklungen in Niedersachsen

Mehr als 200 Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen haben sich in Hannover beim 1.Niedersächsischen Kinderschutzkongress über aktuelle Entwicklungen im Bereich Kinderschutz ausgetauscht.

„Die große Bandbreite der Inhalte dieser Veranstaltung zeigt den Facettenreichtum rund um den Kinderschutz“, sagte Sozialministerin Rundt zum Auftakt der Veranstaltung. „Mit Themen wie Gefährdungseinschätzungen, Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt, Kinder psychisch kranker Eltern oder Minderjährigen-Ehen wird deutlich, vor welchen Herausforderungen die Fachfrauen und -männer bei ihrer täglichen Arbeit stehen. Und sie zeigen auch, dass wir unsere Aktivitäten zum Wohl der Kinder stetig weiter ausbauen.“

Zu dem Kongress hatten das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Niedersachsen aus Anlass des Inkrafttretens des Bundeskinderschutzgesetzes vor fünf Jahren eingeladen. „Der Kinderschutzkongress ist ein Gipfeltreffen der Arbeit rund um den Kinderschutz in Niedersachsen“, ergänzte Johannes Schmidt, Vorsitzender des Niedersächsischen Kinderschutzbundes. Er betonte: „Wir dürfen nicht nachlassen in unseren Anstrengungen, die besten Konzepte in Theorie und Praxis auf ihre Wirksamkeit und Nachhaltigkeit zu überprüfen.“


Rückblick und Materialien


Hauptvortrag: Kindeswohl zwischen Jugendhilfe und Justiz / Prof. Dr. Barbara Seidenstücker
Forum 1 Lernen aus Fehlern / Susanna Lillig
Workshop: Kinderschutz im medizinischen Bereich / Prof. Dr. Anette S. Debertin
Workshop: Sexuelle Identität im Kontext von Kinderrechten / Thomas Kugler
Workshop: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Kinderschutz / Prof. Dr. Mechthild Wolff
Workshop: Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt / Ulla Schobert 
Workshop: Frühe Hilfen / Heike Bludau
Workshop: Ehen Minderjähriger in Deutschland / Tanja Abubakar-Funkenberg
Workshop: Gefährdungseinschätzung in den Frühen Hilfen / P. Bremke-Metscher und J. Schreiber










Rückblick
2. Niedersächsischer Kinderschutzfachkräfte-Kongress 2016

Beratungsfelder einer i.e. Fachkraft:

"Wer bin ich und wenn ja, wie viele?"

 

Als fallbezogene BeraterIn übernimmt die Kinderschutzfachkraft/ i.e. Fachkraft im Rahmen der Gefährdungseinschätzung unterschiedliche Aufgaben und Rollen: Fachberatung im Kinderschutz, VerfahrensexpertIn und methodische Beratung seien an dieser Stelle genannt. Dazu kommen nun noch die verschiedenen Anspruchsberechtigten:
Berufsgeheimnisträger (Ärzte, Hebammen, Psychologen, Lehrer, Berater, Sozialarbeiter usw.), alle Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern stehen und selbstverständlich Mitarbeiter der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfeträger.
Die verschiedenen Aufgaben, Rollen und Ansprüche zu erfüllen, verlangt in jedem neuen Beratungskontext eine immense Flexibilität. Und genau an diesem Punkt wollte der 2. Fachkongress die Kinderschutzfachkräfte/ i.e. Fachkräfte unterstützen – fachlich und methodisch. 

Rückblick und Materialien


Vortrag Ute Ziegenhain "Zur Bedeutung von Traumapädagogik für Kinder mit Fluchterfahrung" 


Workshop "Kinderschutz im ländlichen Raum"

Workshop "Caring Dads - soziales Training für gewalttätige Väter"

Workshop "Der Schutzauftrag für Jugendliche - Jugendwohlgefährdung"

Workshop "Migrationssensible Pflegekinderhilfe"


Rückblick: 
1. Niedersächsischer Kinderschutzfachkräftekongress
2015

Von Verantwortung und Wagnis im Kinderschutz 

 

Die Zielgruppe der i.e. Fachkräfte/ Kinderschutzfachkräfte spielt im Kinderschutz eine zentrale Rolle: Sie steht nach §§ 8a SGB VIII, 8b SGB VIII und § 4 KKG allen Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, zur Wahrnehmung des Schutzauftrages und somit zur Gefährdungseinschätzung zur Verfügung.

Der Kongress zielte darauf, den überregionalen Dialog der niedersächsischen Fachkräfte im Kinderschutz über fachliche Weiter- und Qualitätsentwicklungen im Fehlermanagement für die Praxis fördern und zu vertiefen und dadurch die i.e. Fachkräfte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu unterstützen.

Rückblick und Materialien



 
Eröffnung
Cornelia Rundt, Niedersächsische Sozialministerin und Stefan Heinitz, Bundesarbeitsgemeinschaft Die Kinderschutz-Zentren


Vortrag 1 Qualitätsmanagement im Kinderschutz 
Dr. Hans-Ullrich Krause 
Leiter Kinderhaus Berlin – Mark Brandenburg e.V., Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH e.V.), Vorstand des Kronberger Kreises für Dialogische Qualitätsentwicklung



Vortrag 2 Rolle & Aufgabe einer i.e. Fachkraft 

Ralf Slüter 
Leiter des Kinderschutz-Zentrums Hamburg-Harburg 
Fachausschuss-Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V.



Vortrag 3 Zwischen Ohnmacht, Übermacht und Recht – zur Entwicklung des Kinderschutzes in Deutschland 

Thomas Mörsberger 
Rechtsanwalt, Vorsitzender des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V.



Vortrag 4 Widersprüche & Widerstände in Kinderschutzprozessen
 
Kira Gedik 
Alice Salomon Hochschule Berlin, Vorstand des Kronberger Kreises für Dialogische Qualitätsentwicklung



Vortrag 5 Fehlerkultur im Kinderschutz
 
Dr. Astrid Schreyögg 
Coaching & Supervision, Berlin 


Materialien zum Herunterladen: 

Prof. Dr. Sigrid A. Bathke: Kooperation von Jugendhilfe und Schule
Dr. Hans-Jürgen Schimke: Strafverfolgung bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch
Friedhelm Güthoff: Beschweren erlaubt - Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder
Marlies Kroetsch: Qualitätsentwicklung in Kindertagesstätten
Vera Magolei: Kinder psychisch erkrankter Eltern
Birgit Maschke: Arbeiten mit Vielfalt und Risiko - Falllabore und Fallwerkstätten


  



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